Tremor - Inselspital Bern - Neurochirurgie

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Tremor

Essentieller-/ Parkinson-Tremor

Viele Tremor-Syndrome sind durch eine Fehlregulation im Bereich der sogenannten Stammganglien des Gehirns hervorgerufen, die bis heute nur teilweise verstanden sind. Bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts werden Patienten erfolgreich durch Setzen einer kleinen Läsion innerhalb dieser Stammganglien behandelt. Früher erfolgten diese Läsionen durch umschriebene «Verkochungen» über feine Drähte, die zielgenau ins Gehirn eingeführt wurden. In neuerer Zeit ist die Behandlung der Wahl eine reversible und besser steuerbare Stimulation oder Hemmung durch implantierte feine Elektroden (tiefe Hirnstimulation). Zielpunkte der Wahl dafür liegen heute vor allem im Thalamus (Nucleus ventrointermedius thalami, Vim) oder im Nucleus subthalamicus (STN).
Ist eine tiefe Hirnstimulation aufgrund des operativen Risikos oder aus anderen Gründen nicht möglich, so bietet sich heute die Möglichkeit, eine gezielte Läsion durch Radiochirurgie zu setzen, ohne dass dafür der Kopf geöffnet werden muss. Idealerweise ist der Behandlungserfolg vergleichbar mit der tiefen Hirnstimulation und es entfällt auch das regelmässige Austauschen des Impulsgebers («Hirnschrittmacher»). Dafür ist die Behandlung nicht reversibel und kann nach erfolgter Bestrahlung nicht mehr modifiziert werden. 

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