Ein neuartiger Ansatz für die Neubildung von Gefässen - Inselspital Bern - Neurochirurgie

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Ein neuartiger Ansatz für die Neubildung von Gefässen

Dieses Forschungsprojekt verfolgt einen neuartigen Ansatz, um in Zukunft Gefässerkrankungen zu behandeln, die zum Beispiel zu einem Herzinfarkt führen können: Nicht über die Transplantation von Stammzellen, sondern über die Aktivierung bereits bestehender Stammzellen.

Hintergrund

Eine Ischämie ist eine Minderdurchblutung eines Gewebes. Das betroffene Gewebe leidet in der Folge an Sauerstoff- und Nährstoffmangel und kann absterben. Ist der Herzmuskel betroffen, kann das zu einem Infarkt führen. Sind Arme und Beine betroffen, kann das zu einer so genannten arteriellen Verschlusskrankheit führen.
Zur Behandlung dieser Erkrankungen gibt es verschiedene Lösungsansätze, etwa die Idee, mit Hilfe von Stammzelltransplantationen neue Gefässe wachsen zu lassen. Allerdings sind solche Transplantationen stets mit Hürden verbunden, etwa möglichen Abstossungsreaktionen. Zudem sind entsprechende Stammzellen schwierig aufzuspüren und teilen sich im Labor nur ungern.

Bedeutung

Ist dieses Projekt erfolgreich, wäre ein klinischer Versuch der nächste logische Schritt. Von einer medizinischen Anwendung könnten allein in der Schweiz Hunderttausende von Patienten profitieren – Patienten mit einem Herzinfarkt, mit einem Hirnschlag, mit Atherosklerose.

Ziel

Dieses Forschungsprojekt verfolgt daher einen neuartigen Ansatz: Beschädigte Gefässe sollen nicht mit Hilfe einer Transplantation behandelt werden, sondern die Forscher versuchen, die im Gewebe bereits ansässigen Stammzellen zur Teilung anzuregen. Daher wird diese Therapie als «zellfrei» bezeichnet. Die Forscher konzentrieren sich dabei auf so genannte EPC-Zellen (EPC steht für Endothelial Progenitor Cells), denn diese Zellen spielen bei der Gefässneubildung eine wichtige Rolle. Die Forscher werden untersuchen, welche Quelle sich am besten dazu eignet, diese EPC-Zellen anzuregen. Das Blut gesunder Spender? Nabelschnurblut?

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