Karotisstenose - Inselspital Bern - Neurochirurgie

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Karotisstenose

Die Karotis-Plaque-Entfernung gilt heute als unbestritten beste Prophylaxe des drohenden Hirnschlags und ist der «Goldstandard» in der Behandlung symptomatischer und asymptomatischer Patienten mit hochgradiger Karotisstenose. Wir rechnen heute in unserer Klinik mit einer kombinierten perioperativen Mortalitäts- und Hirnschlagrate von unter 3 %. Intraoperatives «Neuromonitoring», das heisst Überwachung der zerebralen Funktionen beziehungsweise des zerebralen Blutflusses während des operativen Eingriffs, gehört an der Universitätsklinik für Neurochirurgie des Inselspitals zum Standard während der Karotis-Endarterektomie. Das Ergebnis des Neuromonitoring führt zur Entscheidung, ob die zerebrale Perfusion, insbesondere während der Klemmphase, ausreichend ist, oder ob eine temporäre Überbrückung – ein Shunt – zwischen A. carotis communis und A. carotis interna angelegt werden muss (selektives Shunting).

Präoperative Bildgebung

Für die präoperative Abklärung stehen uns die Duplex-Ultraschalluntersuchung, die MRI-Gefässuntersuchung (MRA) und die CT-Gefässuntersuchung (Angio-CT) zur Verfügung.

Operation

Die Operation besteht prinzipiell in der schonenden Freilegung der Halsarterien (Arteria carotis communis, Arteria carotis interna und Arteria carotis externa). Diese Arterien werden präpariert und einzeln mittels eines elastischen Bandes umschlungen, so dass diese bei Bedarf geöffnet und geschlossen werden können. Nach Abklemmen der Gefässe wird der Gefässschnitt von der Arteria carotis communis in die Arteria carotis interna durchgeführt. Dadurch stellt sie die Verengung dar und kann so mittels Mikroinstrumenten sowie unter Einsatz des Operationsmikroskops entfernt werden. Nach vollständiger Entfernung und Gefässsäuberung wird das Gefäss wieder mittels Mikronaht verschlossen und entlüftet. Danach kann der Blutfluss wiederhergestellt werden. Falls das Hirn nicht genügend Blut während der Abklemmzeit erhalten sollte, wird ein vorübergehender Bypass mittels eines Gummischlauchs in die Gefässe gelegt. Die Ergebnisse unserer mikroskopisch-mikrochirurgischen Operationstechnik am Inselspital im Vergleich zu den grossen internationalen Studien finden Sie hier.

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