Rückenmarkstumor (Intramedulläre Tumore) - Inselspital Bern - Neurochirurgie

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Rückenmarkstumor (Intramedulläre Tumore)

Intramedulläre Tumore stellen höchste Ansprüche an das Behandlungskonzept und die Überwachung während einer Operation. Es handelt sich hier in erster Linie um Ependymome und Astrozytome, aber auch andere Tumore, wie zum Beispiel Hämangioblastome, Kavernome oder Metastasen kommen als Rückenmarkstumore vor.

Die mikroneurochirurgische operative Behandlung ist meist die Therapie der Wahl. Dabei ist der beste Zeitpunkt der Operation schwierig festzulegen. Wir bevorzugen eine abwartende Haltung bei kleinen und asymptomatischen Tumoren. Diese wachsen oft nur sehr langsam oder mit längeren Pausen. Bei Symptomen sollte jedoch frühzeitig eine Operation erfolgen, da die Operationsergebnisse im Frühstadium besser sind als bei bereits fortgeschrittenen Lähmungen.

Oberstes Ziel der mikrochirurgischen Operation ist die Funktionserhaltung. Das betrifft sowohl die Funktion der Wirbelsäule als auch die des Rückenmarks. Wir bevorzugen die Technik der Laminoplastie mit Wiedereinsetzen der knöchernen Wirbelbögen und Erhaltung des sogenannten hinteren Zuggurtungsbands, das für die Haltung und Stabilität der Wirbelsäule wichtig ist. Für die Entfernung des Tumors aus dem Rückenmark ist das Monitoring der motorisch evozierten Potentiale und der sogenannten D-Wave unerlässlich.

Die Operation ist immer in ein interdisziplinäres Behandlungskonzept eingeschlossen. Regelmässige Nachkontrollen (MRI) sind unerlässlich, und weitere Therapien (Bestrahlung, Chemotherapie) können je nach Gewebediagnose der Operation folgen oder bei inoperablen Tumoren die Behandlung fortführen.

Ganz wichtig ist für Betroffene die Neurorehabilitation: Frühzeitige Massnahmen können hier bestehende Defizite verringern oder neue Einschränkungen verhindern.

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