Syringomyelie - Inselspital Bern - Neurochirurgie

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Syringomyelie

Syringomyelie ist ein genereller Begriff für Krankheiten, bei welchen sich im Rückenmark ein Hohlraum bildet. Dieser Hohlraum – auch Syrinx genannt (griech. Syrinx: Rohr, Flöte) – kann sich mit der Zeit ausdehnen und in die Länge wachsen und somit das Rückenmark schädigen. Die damit verbundenen Beschwerden entstehen in der Regel langsam und sind abhängig von der Lokalisation der Hohlraumbildung. Alle Syringomyelien entstehen durch Störungen in der freien Zirkulation des Hirnwassers.

Bei der angeborenen Verlagerung von Kleinhirnteilen (sogenannte «Chiari-Malformation») kann es zu einer chronischen Störung des Hirnwasserflusses kommen, welche über Jahre hinweg zur Bildung einer Rückenmarkhöhle führt. Eine Syrinx kann aber auch als Komplikation im Zusammenhang mit einem Trauma, einer Blutung, einem Tumor oder einer Entzündung der harten und weichen Hirnhaut entstehen.

Die Diagnose wird mittels Magnetresonanzbildern gestellt. Ziel einer neurochirurgischen Behandlung ist die Korrektur der Ursache, welche zu einer Hohlraumbildung führte. Häufig müssen nur über einen minimalinvasiven Zugang Membranen geöffnet werden, die den Liquorfluss behindern und die Syrinx verursachen. Durch diesen Eingriff wird das Fortschreiten der Beschwerden gestoppt und oft verbessern sich die Symptome. Alle Eingriffe werden mit Überwachung der Funktion des Rückenmarkes (intraoperatives Monitoring) und einer erweiterten präoperativen Risikoabklärung durchgeführt.

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