Ablauf einer Behandlung - Inselspital Bern - Neurochirurgie

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Ablauf einer Behandlung

Während der Vorbereitung und Durchführung der Bestrahlung arbeiten Neurochirurg, Radioonkolog, Physiker und Radiologieassistenz eng zusammen. Um eine genaue Radiotherapie zu gewährleisten benötigen wir für die Planung bildgebende Verfahren wie CT und MRI.

Erstkonsultation

Während der ersten ambulanten Konsultation werden Sie vom Arzt über Ablauf, Ergebnisse, Risiken und eventuelle Nebenwirkungen (Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel) der Behandlung aufgeklärt. Kommt eine Bestrahlung in Frage, werden Sie schriftlich über Ihren Bestrahlungstermin informiert.

Abhängig von der Pathologie gibt es beim Gerät Novalis XT zwei Möglichkeiten um die millimetergenaue Präzision zu erreichen, die für die Behandlung notwendig ist:

  • Der stereotaktische Rahmen
    Der stereotaktische Rahmen besteht aus einem Ring, der mit vier Punkten an der Aussenseite des Kopfes FIXIERT wird. Dieser Ring bildet die Referenz für ein dreidimensionales Koordinatensystem, welches für die CT-Bildgebung hinzugefügt wird (stereotaktisches CT). Damit kann das Volumen der Läsion oder der zu behandelnden Region und die Abgrenzung der zu bestrahlenden Felder genau bestimmt werden. Der stereotaktische Rahmen wird am Tag der Behandlung unter Lokalanästhesie angelegt und unmittelbar nach der Bestrahlung abgenommen.
  • Die Maske
    Die Bestrahlungsmaske besteht aus vier Schichten, die jeweils in warmem Wasser weich gemacht werden, um sie exakt an Ihre Kopf- und Gesichtsform anzupassen. Gleich wie beim stereotaktischen Rahmen wird an der Maske eine Plexiglas-Box verschraubt, welche ein dreidimensionales Koordinatensystem für die CT-Bildgebung repräsentiert. Damit kann das Volumen der Läsion oder der zu behandelnden Region und die Abgrenzung der zu bestrahlenden Felder genau bestimmt werden. Der stereotaktische Rahmen wird am Tag der Behandlung unter Lokalanästhesie  angelegt und unmittelbar nach der Bestrahlung abgenommen. Für die Herstellung der Maske werden ein oder mehrere ambulante Termine benötigt.

Bildgebung

Neben dem Termin für die Bestrahlung werden Sie für weitere notwendige Termine aufgeboten: Magnetresonaztomographie (MRI), Computertomographie (CT). Eventuell wird Ihnen Blut abgenommen um die Blutwerte für die Nierenfunktion zu bestimmen, denn am Tag des Planungs-CTs müssen wir Ihnen möglicherweise Kontrastmittel spritzen. Im Falle einer Angiographie wird diese am Behandlungstag mit der Rahmenanlage durchgeführt (stereotaktische Angiographie).

Planung

Physiker, Radioonkolog und Neurochirurg planen die Bestrahlung auf der Grundlage der Computertomographie, des MRI und anderer Untersuchungen. Sie legen dabei die zu bestrahlenden Parameter fest – unter anderem: Grösse, Form und Anordnung der Bestrahlungsfelder. Dieser sehr komplexe Prozess dauert mehrere Stunden, der Bestrahlungsplan wird bis zur Erstbestrahlung fertiggestellt.

Radiochirurgische Behandlung

Ein stereotaktisches CT kann mit Maske oder Rahmenanlage durchgeführt werden. Wenn ein Angiogramm benötigt wird, wird dies mit der Rahmenanlage durchgeführt.  Am Behandlungstag bleiben Sie nüchtern bis nach der Computertomographie bzw. Angiographie. Auf dem Behandlungstisch des Bestrahlungsgeräts werden Sie in der Bestrahlungsmaske oder dem stereotaktischen Rahmen exakt positioniert, genau in der gleichen Position wie zuvor am CT. Nun werden die Bestrahlungskoordinaten eingestellt und Röntgenaufnahmen werden zur Kontrolle der Positionierung angefertigt. Eine millimetergenaue Präzision ist hier erforderlich. Wenn die Röntgenaufnahmen und ggf. eine Lagerungskorrektur erfolgt ist, beginnt die Bestrahlung. Von der Bestrahlung selbst spüren Sie nichts. Während der Bestrahlung befinden Sie sich allein im Bestrahlungsraum, aber eine Kamera- und Gegensprechanlage erlauben es uns, Sie die ganze Zeit vom Schaltraum aus im Auge zu behalten.  Die Dauer der Bestrahlung ist abhängig von der Komplexität des Bestrahlungsplans und kann zwischen 20 Minuten und bis zu 1.5 Stunden dauern.

Nach der Radiochirurgie

Im Anschluss der Bestrahlung wird der Rahmen oder die Maske entfernt und Sie können wieder nach Hause gehen. Auf Grund möglicher Nebenwirkungen bitten wir Sie jedoch nicht selbst mit dem Auto zu fahren sondern in Begleitung zu kommen. In gewissen Fällen werden Sie zur Überwachung einen Tag im Inselspital bleiben.

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