Aneurysmazentrum - Inselspital Bern - Neurochirurgie

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Aneurysmazentrum

Nichtrupturiertes Aneurysma (oben). Eine Behandlung ist durch mikrochirurgisches Clipping (Mitte) oder endovaskuläres Coiling (unten) möglich.

Aneurysmen sind ballonartige Erweiterungen an normalen Hirnarterien. Sie treten meistens an grossen Gefässen an der Schädelbasis auf. Die Häufigkeit von Aneurysmen in der Bevölkerung beträgt 2 %. Etwa ein Viertel aller Patienten hat mehrere Aneurysmen. Die Ursachen für die Entstehung sind noch nicht genau bekannt. Man vermutet genetische oder erworbene Defekte der Arterienwand speziell im Bereich der grossen Gefässaufzweigungen.

Die Wand dieser Aneurysmen ist schwächer als eine normale Gefässwand. Sie kann sehr dünne Bereiche aufweisen, die bei weiterer Vergrösserung platzen und zu einer lebensgefährlichen Blutung führen können. Diese Aneurysmaruptur ist die dritthäufigste Ursache für einen Hirnschlag. Da die Betroffenen oft jünger sind und mitten im Arbeitsleben stehen, ist der Verlust an sogenannten «produktiven» und sozialen Lebensjahren genauso hoch wie beim viel häufigeren klassischen Hirnschlag, dem Gefässverschluss.

Bei den meisten Patienten handelt es sich um eine sporadische (nicht vererbbare) Erkrankung, aber bei etwa 10 % aller Betroffenen liegen familiäre, das heisst vererbte Aneurysmen vor.

Hirnaneurysmen stellen einen Schwerpunkt unserer Klinik dar. Wir bieten eine Spezialsprechstunde zur Beratung von Betroffenen mit zufällig gefundenen oder familiären Aneurysmen an und organisieren nach Bedarf eine Vorsorgeuntersuchung (Screening) von Angehörigen.

Mehr Einzelheiten zu den vier wichtigsten Themen um Hirnaneurysmen finden Sie hier:

Zufällige nichtrupturierte Aneurysmen

Familiäre Aneurysmen und genetische Beratung

Aneurysmaruptur und Subarachnoidalblutung

Aneurysma-Behandlung: Clipping oder Coiling?

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