Schädelbasischirurgie

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Die Schädelbasischirurgie (auch Schädelbasisneurochirurgie) ist ein hochspezialisiertes Teilgebiet der Neurochirurgie, das sich mit der Diagnostik und operativen Behandlung von Erkrankungen und Läsionen der Schädelbasis befasst. Ziel der Schädelbasischirurgie ist es, pathologische Prozesse möglichst vollständig zu entfernen oder zu behandeln und dabei die funktionelle Integrität von Hirnnerven, Blutgefässen und Hirngewebe bestmöglich zu erhalten.

Was ist die Schädelbasis?

Die Schädelbasis bildet den knöchernen Boden der Schädelhöhle und trennt das Gehirn von den Strukturen des Gesichtsschädels, der Nasenhöhle, den Augenhöhlen und dem Felsenbein. Anatomisch wird sie in drei Abschnitte unterteilt: die vordere Schädelgrube (Fossa cranii anterior), die mittlere Schädelgrube (Fossa cranii media) und die hintere Schädelgrube (Fossa cranii posterior). Durch zahlreiche Öffnungen (Foramina) verlaufen Hirnnerven, Blutgefässe und weitere wichtige anatomische Strukturen, was operative Eingriffe in diesem Bereich besonders anspruchsvoll macht.

Welche Erkrankungen werden behandelt?

Zu den häufigsten Indikationen zählen Tumoren wie Meningeome, Vestibularisschwannome (Akustikusneurinome), Hypophysenadenome, Chordome und Chondrosarkome, aber auch vaskuläre Malformationen, Aneurysmen, Liquorfisteln, traumatische Schädelbasisfrakturen sowie entzündliche oder infektiöse Prozesse.

Wie erfolgt die Behandlung?

Die Schädelbasischirurgie erfordert eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Fachrichtungen: Neurochirurgie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Ophthalmologie und Neuroradiologie.

Für die operative Behandlung von Erkrankungen der Schädelbasis stehen je nach Lage, Ausdehnung und Art der Läsion unterschiedliche chirurgische Zugangswege zur Verfügung. Sie reichen von klassischen offenen Kraniotomien (z. B. pterionalen, subfrontalen oder retrosigmoidalen Zugängen) bis hin zu minimalinvasiven endoskopischen Verfahren, insbesondere dem endonasalen transsphenoidalen Zugang. 

Zu den modernen Hilfsmitteln zählen die intraoperative Neuronavigation, das intraoperative Neuromonitoring sowie die intraoperative Bildgebung (MRT, CT).

Funktionsüberwachung bei Operationen am Hirnstamm oder der Schädelbasis