Morbus Cushing entsteht meist durch einen gutartigen Tumor der Hirnanhangsdrüse, der eine übermässige Produktion des Stresshormons Cortisol auslöst. Unbehandelt kann die Erkrankung schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Durch die operative Entfernung des Tumors ist in vielen Fällen eine Heilung möglich. In unserem spezialisierten Zentrum betreuen wir Patientinnen und Patienten fachübergreifend und umfassend – mit dem Ziel, das bestmögliche Behandlungsergebnis zu erreichen.
Wie häufig ist Morbus Cushing?
Morbus Cushing ist eine seltene Erkrankung: Jährlich erkranken etwa 1–2 von 1 Million Menschen *. Frauen sind ungefähr viermal häufiger betroffen als Männer *, *. Die Erkrankung tritt meist im Alter zwischen 30 und 40 Jahren auf *, *.
Welche Beschwerden verursacht Morbus Cushing?
Beim Morbus Cushing führt ein Überschuss des Hormons Cortisol zu verschiedenen körperlichen und psychischen Beschwerden. Einige davon sind typisch für die Erkrankung, andere können auch bei anderen Krankheiten auftreten *, *, *:
Typische körperliche Anzeichen sind:
- Gewichtszunahme vor allem am Rumpf, während Arme und Beine vergleichsweise schlank bleiben
- rundliches, häufig gerötetes Gesicht («Mondgesicht»)
- Fettpolster im Nackenbereich («Stiernacken»)
- breite, rötlich-violette Dehnungsstreifen der Haut
- dünne, empfindliche Haut und häufige Blutergüsse
- Muskelschwäche, besonders an Oberarmen und Oberschenkeln
- neu auftretende oder wiederkehrende Akne
- verstärkte Gesichts- und Körperbehaarung bei Frauen
Weitere mögliche Beschwerden und Folgeerkrankungen sind:
- Bluthochdruck
- erhöhter Blutzucker oder Diabetes mellitus
- verminderte Knochendichte und Knochenbrüche bereits bei geringer Belastung und in jüngerem Alter (< 50 Jahre)
- Zyklusstörungen bei Frauen
- erhöhte Anfälligkeit für Infektionen
- psychische Veränderungen wie depressive Verstimmung, Ängstlichkeit oder Reizbarkeit
Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend und sind teilweise unspezifisch. Deshalb wird Morbus Cushing häufig erst spät erkannt. Eine sorgfältige hormonelle Abklärung ist entscheidend, um die Diagnose zuverlässig zu stellen.
Was ist der Unterschied zwischen Morbus Cushing und dem Cushing-Syndrom?
Das Cushing-Syndrom ist der Oberbegriff für Beschwerden und körperliche Veränderungen, die durch einen länger anhaltenden Überschuss des Hormons Cortisol entstehen – unabhängig von dessen Ursache.
Beim Morbus Cushing wird der Cortisolüberschuss durch ein meist gutartiges Hypophysenadenom verursacht. Der Tumor produziert vermehrt das Hormon ACTH und regt dadurch die Nebennieren an, zu viel Cortisol auszuschütten. Morbus Cushing ist somit eine bestimmte Form des Cushing-Syndroms und mit etwa 60–70 % dessen häufigste körpereigene Ursache *, *, *.
Wie wird Morbus Cushing diagnostiziert?
Die Diagnose eines Morbus Cushing ist anspruchsvoll und erfolgt in mehreren Schritten.
Zunächst wird mit verschiedenen Hormontests geprüft, ob der Körper tatsächlich zu viel Cortisol produziert. Ist dieser sogenannte Hypercortisolismus bestätigt, liegt ein Cushing-Syndrom vor.
Anschliessend wird untersucht, was den Cortisolüberschuss verursacht und ob ein ACTH-produzierendes Hypophysenadenom – und damit Morbus Cushing – vorliegt.
Nachweis des Cortisolüberschusses

Zum Nachweis eines Cortisolüberschusses stehen drei Untersuchungen zur Verfügung. Je nach Situation werden sie kombiniert oder wiederholt *:
- Nächtliches Speichelcortisol: Die Messung zeigt, ob der Cortisolspiegel nachts wie üblich absinkt. Schichtarbeit, Stress oder Rauchen können das Ergebnis beeinflussen *.
- 24-Stunden-Urin: Dabei wird die gesamte Cortisolausscheidung über 24 Stunden gemessen. Meist sind mehrere Messungen erforderlich.
- 1-mg-Dexamethason-Hemmtest: Nach der abendlichen Einnahme von Dexamethason wird am nächsten Morgen der Cortisolwert im Blut gemessen. Sinkt er nicht ausreichend ab, kann dies auf einen Cortisolüberschuss hinweisen. Östrogenhaltige Medikamente können das Ergebnis verfälschen *.
Die Ergebnisse werden immer zusammen mit den Beschwerden und weiteren Befunden beurteilt.
Beim zyklischen Morbus Cushing wechseln sich Phasen mit erhöhten und normalen Cortisolwerten ab. Deshalb können wiederholte Untersuchungen notwendig sein. *, *, *
Bestimmung der Ursache
Ist ein Cortisolüberschuss bestätigt, wird der ACTH-Wert im Blut bestimmt. ACTH regt die Nebennieren zur Produktion von Cortisol an.
- Niedriger ACTH-Wert: Die Ursache liegt wahrscheinlich in einer Nebenniere.
- Normaler oder erhöhter ACTH-Wert: Mögliche Ursache ist ein ACTH-produzierender Tumor – meist ein Hypophysenadenom (Morbus Cushing), seltener ein Tumor an einer anderen Stelle des Körpers.
Bei Verdacht auf Morbus Cushing wird die Hypophyse mit einer Magnetresonanztomografie (MRT oder MRI) untersucht. Da die Tumoren oft sehr klein sind, kommen spezielle MRT-Sequenzen zum Einsatz. Bei Bedarf steht am Inselspital auch ein hochauflösendes 7-Tesla-MRT zur Verfügung.
Wichtig: Ein im MRT sichtbares Hypophysenadenom ist nicht zwangsläufig die Ursache des Cortisolüberschusses. Kleine, hormoninaktive Adenome sind relativ häufig und werden mitunter zufällig entdeckt. Deshalb müssen die MRT-Bilder immer zusammen mit den Hormonwerten beurteilt werden.
Weitere Untersuchungen bei unklaren Befunden
Zeigt die MRT keinen eindeutigen Tumor oder bleibt die Ursache unklar, können zusätzliche Untersuchungen notwendig sein:
- Sinus-petrosus-Sampling: Über einen Katheter wird ACTH in Blutgefässen nahe der Hypophyse gemessen. So lässt sich feststellen, ob das überschüssige ACTH aus der Hypophyse oder aus einem Tumor an einer anderen Stelle des Körpers stammt.
- PET/CT oder andere bildgebende Verfahren: Sie dienen der Suche nach einem ACTH-produzierenden Tumor ausserhalb der Hypophyse.
- Spezielle Hormontests: Der Hochdosis-Dexamethason-Hemmtest sowie Desmopressin- oder CRH-Stimulationstests können in ausgewählten Fällen zusätzliche Hinweise auf die Ursache geben.
Da die Diagnostik komplex ist, sollten die Befunde durch ein spezialisiertes endokrinologisches Zentrum beurteilt werden.
Wie wird Morbus Cushing behandelt?
Die Behandlung der ersten Wahl ist in der Regel die operative Entfernung des Hypophysenadenoms.
Bei ausgedehnten Tumoren oder wenn die Operation allein nicht ausreicht, können mehrere Behandlungsverfahren kombiniert werden: Es kommen Medikamente zur Senkung des Cortisolspiegels, eine Strahlentherapie oder eine Kombination verschiedener Verfahren infrage. In seltenen Fällen kann eine Entfernung beider Nebennieren notwendig sein.
Operation
Die Operation ist die Behandlung der ersten Wahl. Dabei wird das Hypophysenadenom in der Regel über die Nase entfernt. In etwa 75–80 % der Fälle normalisiert sich die Cortisolproduktion nach dem Eingriff *, *, *. Da die Tumoren häufig sehr klein sind und nahe an gesundem Hypophysengewebe liegen, sind grosse chirurgische Erfahrung und eine sorgfältige Operationsplanung besonders wichtig.
Je nach Lage und Grösse des Tumors erfolgt der Eingriff endoskopisch oder mikroskopisch. Bei grösseren Tumoren kann die endoskopische Technik Vorteile bieten; bei kleinen, mittig gelegenen Adenomen erzielen beide Verfahren vergleichbare Ergebnisse *, *. Wenn möglich, wird der Tumor vollständig und entlang seiner natürlichen Begrenzung entfernt *, *.
Wenn der Tumor im MRT nicht sichtbar ist
Auch ohne sichtbaren Tumor kann eine Operation infrage kommen, sofern die Untersuchungen eindeutig auf die Hypophyse als Ursache hinweisen. Häufig wird zuvor ein Sinus-petrosus-Sampling durchgeführt. Wird während der Operation kein Adenom gefunden, kann in ausgewählten Fällen ein Teil der Hypophyse entfernt werden *. Die Heilungschancen liegen dann bei etwa 60–70 %.
Wenn der Tumor nicht vollständig entfernt werden kann
Auch eine teilweise Entfernung kann sinnvoll sein: Sie verkleinert den Tumor und kann die weitere Behandlung erleichtern. Anschliessend lässt sich die Erkrankung häufig mit Medikamenten und/oder einer Strahlentherapie besser kontrollieren.
Welche Faktoren beeinflussen den Erfolg der Operation?
Der Erfolg der Operation hängt von mehreren Faktoren ab:
- Erfahrung des Operationsteams: Eingriffe an der Hypophyse sind anspruchsvoll und sollten in einem spezialisierten Zentrum durchgeführt werden. Moderne endoskopische Verfahren ermöglichen eine präzise Darstellung des Tumors. In ausgewählten Fällen kann auch die angrenzende Wand des Sinus cavernosus entfernt werden *.
- Grösse des Tumors: Kleine Tumoren unter 1 cm (Mikroadenome) lassen sich häufiger vollständig entfernen als grössere Tumoren (Makroadenome) *, *.
- Sichtbarkeit im MRT: Ein klar erkennbarer Tumor erleichtert die Operationsplanung.
- Lage und Ausdehnung: Ist der Tumor in den Sinus cavernosus eingewachsen, kann eine vollständige Entfernung schwieriger sein *, *.
Bei Mikroadenomen (< 1 cm) normalisiert sich die Cortisolproduktion nach der Operation in etwa 80–85 % der Fälle, bei Makroadenomen (> 1 cm) in etwa 60–70 % *, *, *.
Gewebeuntersuchung nach der Operation
Die Untersuchung des entfernten Gewebes zeigt, ob der Tumor tatsächlich für die Hormonausschüttung verantwortlich war. Bestimmte Merkmale können zudem Hinweise auf das Verhalten des Tumors und das Risiko eines Rückfalls (Rezidivs) geben.
Hypophysenadenome, auch PitNET genannt, werden anhand bestimmter Transkriptionsfaktoren verschiedenen Zelllinien zugeordnet. Tumoren bei Morbus Cushing gehören zur sogenannten T-Pit-Zelllinie. Dabei werden drei Typen unterschieden:
- Dicht granulierte Tumoren: Sie verursachen häufig einen ausgeprägten Morbus Cushing, obwohl sie noch sehr klein sind.
- Locker granulierte Tumoren: Sie sind meist etwas grösser und verursachen häufig weniger eindeutige Beschwerden.
- Crook-Zell-Adenome: Sie sind selten und können aggressiver wachsen.
Crook-Zell-Adenome und Tumoren mit einer erhöhten Zellteilungsrate gelten als potenziell aggressiver. In diesen Fällen sind besonders engmaschige Kontrollen sinnvoll *, *.
Wichtig ist: Nicht jeder Tumor der T-Pit-Zelllinie produziert tatsächlich Hormone.
Hormonspiegel nach der Operation
Wurde das hormonaktive Hypophysenadenom erfolgreich entfernt, fällt der Cortisolspiegel meist innerhalb von 48 Stunden deutlich ab. Deshalb wird er in den ersten Tagen nach der Operation engmaschig kontrolliert *.
Ein Cortisolspiegel unter 55 nmol/l ist ein sehr guter Hinweis auf eine erfolgreiche Behandlung. Bei über 90 % der Patientinnen und Patienten kann dann von einer langfristigen Heilung ausgegangen werden *, * , *.
Auch ein Wert unter 140 nmol/l direkt nach der Operation spricht für eine erfolgreiche Behandlung. Bei Werten zwischen 55 und 140 nmol/l liegt das Rückfallrisiko jedoch bei etwa 20 Prozent *.
Nach einer erfolgreichen Operation besteht häufig vorübergehend ein Cortisolmangel. Deshalb wird Cortisol zunächst als Medikament ersetzt und die Dosis schrittweise reduziert. Die körpereigene Produktion erholt sich meist innerhalb von Monaten, kann aber auch ein Jahr oder länger benötigen. In manchen Fällen erholt sie sich nicht vollständig *, *.

Wie geht es weiter, wenn die Operation nicht ausreichend gewirkt hat?
Wenn nach der Operation weiterhin eine Krankheitsaktivität besteht, hängt die weitere Behandlung von der individuellen Situation ab. Ist im MRT ein Tumorrest sichtbar, kann eine erneute Operation in Betracht gezogen werden. Diese ist meist komplexer als die erste Operation und hat geringere Heilungschancen. Je nach Ausmass des Tumorrests kann eine Heilung in etwa 50–60 % der Fälle erreicht werden *, *, *.
Ist eine erneute Operation nicht möglich oder zu riskant, kommen Medikamente oder eine Bestrahlung infrage. Medikamente können die Cortisolproduktion kontrollieren, während die Bestrahlung insbesondere bei einem sichtbaren Tumorrest eingesetzt werden kann. Die Wirkung der Bestrahlung tritt allerdings erst nach längerer Zeit ein, sodass häufig zunächst eine medikamentöse Behandlung notwendig ist *, *.
Wenn der Cortisol-Überschuss nach der Entfernung des Hypophysenadenoms stark ausgeprägt ist und durch Medikamente nicht ausreichend behandelt werden kann, sollte eine beidseitige Entfernung der Nebennieren (bilaterale Adrenalektomie) in Betracht gezogen werden.
Medikamentöse Behandlung
Zur medikamentösen Behandlung stehen verschiedene Wirkstoffe zur Verfügung:
- Hemmung der Cortisolproduktion: Ketoconazol, Metyrapon, Mitotan und Osilodrostat bremsen die Cortisolbildung in den Nebennieren. Auf den Hypophysentumor wirken sie nicht direkt.
- Hemmung der ACTH-Produktion: Pasireotid und Cabergolin wirken direkt auf den ACTH-produzierenden Hypophysentumor.
- Blockade der Cortisolwirkung: Mifepriston blockiert die Wirkung von Cortisol im Körper.
Welches Medikament geeignet ist, hängt unter anderem vom Ausmass des Cortisolüberschusses, einem möglichen Resttumor und den individuellen Begleiterkrankungen ab. Bei mildem Cortisolüberschuss ohne sichtbaren Resttumor werden häufig cortisolhemmende Medikamente eingesetzt. Bei stark erhöhten Werten kann eine Kombination mehrerer Wirkstoffe notwendig sein.
Ist nach der Operation ein Resttumor sichtbar, können Pasireotid oder Cabergolin infrage kommen. Sie senken die ACTH-Produktion und können in manchen Fällen auch das Tumorwachstum beeinflussen *.
Strahlentherapie
Eine Strahlentherapie kommt infrage, wenn nach der Operation ein Resttumor verbleibt und die Erkrankung nicht ausreichend kontrolliert ist. Sie wird insbesondere eingesetzt, wenn eine erneute Operation nicht möglich oder mit hohen Risiken verbunden ist.
Bei der Radiochirurgie wird der Tumor besonders gezielt bestrahlt. Bis die Behandlung vollständig wirkt, kann jedoch einige Zeit vergehen. In dieser Zeit sind meist Medikamente notwendig, um den Cortisolüberschuss zu kontrollieren.
Bei etwa 50–70 % der Behandelten lässt sich die Erkrankung durch eine Bestrahlung kontrollieren *. Liegt der Tumor nahe an den Sehnerven, kann die Behandlung erschwert sein. Zudem können weitere Hormonfunktionen der Hypophyse beeinträchtigt werden. Die Therapie sollte in einem spezialisierten Zentrum geplant und durchgeführt werden.
Entfernung beider Nebennieren
Bei einem schweren Cortisolüberschuss, der sich mit anderen Verfahren nicht ausreichend kontrollieren lässt, kann in seltenen Fällen die Entfernung beider Nebennieren (bilaterale Adrenalektomie) infrage kommen. Dadurch wird der Cortisolüberschuss unmittelbar beendet. Anschliessend müssen die fehlenden Nebennierenhormone lebenslang durch Medikamente ersetzt werden.
Bei etwa 20–40 % der Betroffenen kann der Hypophysentumor danach weiterwachsen. Dieses sogenannte Nelson-Syndrom erfordert regelmässige Hormon- und MRT-Kontrollen *, *. Bei einem deutlichen Tumorwachstum wird nach Möglichkeit eine operative Entfernung angestrebt *.
Was verbessert sich nach erfolgreicher Behandlung?
Nach einer erfolgreichen Behandlung verbessert sich der Stoffwechsel meist deutlich. Häufig nimmt das Körperfett ab, auch wenn Übergewicht teilweise bestehen bleiben kann. Ein bestehender Diabetes und die Herzfunktion können sich ebenfalls verbessern. Die Herzfunktion normalisiert sich jedoch nicht immer vollständig. Langfristig nähert sich die Lebenserwartung wieder derjenigen der Allgemeinbevölkerung an *.
Langfristige Nachkontrollen
Auch nach erfolgreicher Behandlung sind lebenslange, regelmässige Kontrollen notwendig. Bei etwa 10–30 % der Betroffenen kann die Erkrankung noch Jahre später zurückkehren *, *, *, *, *.
Zur frühzeitigen Erkennung eines Rückfalls eignet sich besonders die nächtliche Messung des Cortisols im Speichel. Sobald sich die körpereigene Cortisolproduktion erholt hat, sollte sie in der Regel jährlich erfolgen *. Die Messung im 24-Stunden-Urin kann einen Rückfall dagegen erst später anzeigen.
Warum ist eine ganzheitliche Betreuung wichtig?
Morbus Cushing kann verschiedene Organsysteme betreffen und schwerwiegende Folgeerkrankungen verursachen. Deshalb müssen diese frühzeitig erkannt, regelmässig überwacht und gezielt behandelt werden. Dazu gehören:
- Bluthochdruck
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Diabetes mellitus
- Osteoporose
- Thromboseprophylaxe bei Hochrisikopatientinnen und -patienten
- Infektionsprophylaxe bei sehr hohen Cortisolspiegeln
Auch wenn sich beispielsweise die Blutzuckerkontrolle und die Herzfunktion nach erfolgreicher Behandlung verbessern, bleibt eine regelmässige Nachsorge wichtig.
Bei einer medikamentösen Therapie müssen mögliche Auswirkungen auf andere Organe kontrolliert werden. So sind bei einer Behandlung mit Ketoconazol regelmässige Kontrollen der Leberwerte notwendig.
Warum Sie sich am Inselspital behandeln lassen sollten
Das Hypophysenzentrum des Inselspitals bietet:
- Interdisziplinäre Betreuung: Neurochirurgie, HNO, Endokrinologie und weitere Fachbereiche arbeiten eng zusammen.
- Spezialisierte Expertise: Erfahrene Teams behandeln Morbus Cushing mit modernen Methoden.
- Individuelle Therapie: Für jede Patientin und jeden Patienten wählen wir ein risikoangepasstes Behandlungskonzept.
- Optimale Operationsbedingungen: Bei invasiven Tumoren können auch schwer zugängliche Tumoranteile, etwa an der Wand des Sinus cavernosus, endoskopisch entfernt werden.
- Fokus auf Heilung: Ziel ist die möglichst vollständige Entfernung des Tumors und eine langfristige Normalisierung des Cortisolspiegels.
- Erhalt der Nasenfunktion: Bei der Operation achten wir besonders darauf, die Nase zu schonen und ihre Funktion zu erhalten.
- Gemeinsame Entscheidungen: Wir informieren umfassend über Chancen und Risiken und legen die Behandlung gemeinsam mit unseren Patientinnen und Patienten fest.
- Qualitätssicherung: Strukturierte Nachkontrollen und konsequente Qualitätskontrollen sind fester Bestandteil der Behandlung.
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